Responsive Image

Umgestaltung der Elisabethenanlage

Spatenstich am 9. Februar

Am Freitag, den 9. Februar 2024, fand der offizielle Spatenstich an der Elisabethenanlage statt. Somit ist die Bauphase für die Umgestaltung der Anlage eröffnet. Die Baufirma Sickinger begann am 19. Februar mit der Baustelleneinrichtung.

Peter Petzold, Bürgermeister für Städtebau, Wohnen und Umwelt, eröffnete mit einer kurzen Rede über das Bauvorhaben. Er betonte besonders die Wichtigkeit einer gemeinsamen Nutzung der Fläche und die daraus entstandenen Herausforderungen während der Planung.

Danach versammelten sich die wichtigsten AkteurInnen auf der Sandfläche, um zum traditionellen Spatenstich anzusetzen.

Trotz des trüben Wetters waren einige Interessierte vor Ort – nicht nur, um beim Spatenstich selbst zuzuschauen, sondern auch, um vorab sowie im Anschluss mit den Projektverantwortlichen in den Austausch zu treten. In persönlichen Gesprächen konnten einige Fragen zum Ablauf beantwortet und kritische Aspekte aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet werden.

In der gemeinsamen Diskussion wurden unterschiedliche Ansprüche an die Nutzung thematisiert: So wurde der Wunsch nach hundefreundlichen Flächen geäußert, von anderer Seite jedoch gleichzeitig der Bedarf eines hundefreien, kinderfreundlichen Bereichs. Ein wichtiges Thema war außerdem die Gewährleistung kurzer Schulwege.

Responsive Image
Responsive Image
Responsive Image
Responsive Image

Darum geht es:

Mit knapp 10.000 m² ist die Elisabethenanlage die größte Grün- und Spielfläche im dicht besiedelten Stuttgarter Westen. Entsprechend bedeutend ist sie als Naherholungsraum und Freizeitangebot für die Bevölkerung. Nach dem Park am Gesundheitsamt und den neu angelegten öffentlichen Bereichen am Olga-Areal ist die Elisabethenanlage das dritte Projekt dieser Art, das im Rahmen der Sanierung Stuttgart 28 -Bismarckstraße- mit Mitteln der Städtebauförderung von Bund und Land realisiert wird.

Bei verschiedenen Veranstaltungen zur Bürgerbeteiligung konnten die Menschen ihre Wünsche, Ideen und Anregungen für die Gestaltung einbringen. Die Themen waren zahlreich: Möblierungselemente, Wegebeziehungen, die Integration von Wasser, Spiel- und Bewegungsangebote, Pflanzen. Aber auch schwierigere Aspekte wurden im Rahmen der Beteiligung bearbeitet wie beispielsweise die Sorge von Anwohnern wegen mehr Lärm oder Konflikte zwischen unterschiedlichen Nutzergruppen. Landschaftsarchitektin Christiane Schwarz konnte die Anforderungen und Vorschläge aus den Beteiligungsphasen in eine attraktive Planung umsetzen.

Responsive Image

Die Kosten der Maßnahme werden voraussichtlich bei rund 2,4 Millionen Euro liegen. Bund und Land tragen dazu 60 Prozent aus Fördermitteln bei. Realisiert wird die Umgestaltung durch das Garten-, Friedhofs- und Forstamt. Die Projekte der Städtebauförderung werden beim Amt für Stadtplanung und Wohnen koordiniert.

Die Villa Elisa ist nicht Bestandteil der Umgestaltungsmaßnahmen vom Frühjahr 2024.

Responsive Image

Die aktuellen Umgestaltungsmaßnahmen:

Ein Park für alle

Die Elisabethenanlage wird durch eine eng am Bestand orientierte Planung so umgestaltet, dass der Park für viele unterschiedliche Nutzungsansprüche qualifiziert wird. Vom neu gegliederten Bolzplatz über das Multifunktionsband und die Spielwiese bis hin zum Spielplatz: ein Schwerpunkt der Umgestaltung ist die Aufwertung der Spiel- und Sportangebote durch verbesserte Nutzungsmöglichkeiten und konfliktminimierende Eingriffe. Das Fontänenfeld, das im Sommer zur Kühlung der Umgebung beiträgt, und die große Liegewiese werden neue, attraktive Aufenthaltsorte. Eingebettet sind die unterschiedlichen Räume in den Grünen Rahmen mit punktuellen Neupflanzungen im Bestand. Die neuen Pflanzungen mit Blühaspekt und/oder Laubfärbung werten die bestehende Bepflanzung ästhetisch und ökologisch auf. Der Baumbestand bleibt erhalten.

Spielen für alle

Das Spielangebot ist für alle Altersstufen konzipiert. In den Spielbereichen Sandmeer und Grüne Hügel, können Kinder ihre eigene Spielchoreographie und ihre eigenen Geschichten entwickeln. Die im Sandmeer positionierte Kletterkombination mit Rutsche bietet durch abgestufte Höhen unterschiedliche Herausforderungen. Für die ganz Kleinen ist eine Spielhütte vorgesehen. Verschiedene Schaukeln, u.a. eine Nestschaukel, sowie Balancier- und Hüpfgeräte ergänzen das Angebot. Spielgeräte in Tierformen werden im Sandmeer und innerhalb der Grünen Hügel eingebaut. Durch sie werden Phantasie- und Rollenspiele angeregt. Alle Spielgeräte bilden durch das Material Holz und die gleiche Farbgestaltung in Blau- und Grüntönen eine gestalterische Einheit.

Spielen mit Wasser: Matschspielplatz und Fontänenfeld

Spielen mit Wasser ist für Kinder besonders attraktiv. Auf dem Matschspielplatz ermöglichen eine neue Wasserpumpe und ein kleiner Wasserlauf mit Wasserweiche aktives Spielen mit Wasser. Das Fontänenfeld mit insgesamt acht Düsen, die das Wasser zeitversetzt in unterschiedlichen Höhen abstrahlen, lädt zu interaktivem Spiel ein.

Sport für alle

Aus eins werden zwei: zur Konfliktminimierung wird der bestehende Bolzplatz in ein kleines und ein großes Feld aufgeteilt. Beide Felder sind aber so klein, dass sie für Gruppen aus anderen Stadtteilen, die den jetzigen Bolzplatz aufgrund seiner attraktiven Größe häufig für ihr Training nutzen, nicht mehr attraktiv sind. Die Nutzungsmöglichkeiten für die Nachbarschaft werden also vergrößert. Durch einen neuen Lärmschutzzaun aus Netzen wird zudem die Lärmbelästigung verringert. Der Belag aus Kunstrasen wird erneuert. Die neben dem Bolzplatz gelegene Spielwiese, das Multifunktionsband und der Kleine Platz mit einem Trampolin bieten Raum für weitere Aktivitäten wie Tischtennis, Streetball, Rollschuhlaufen etc.

Entlang der Bismarckstraße werden Outdoorfitnessgeräte wie ein Bein- und ein Ganzkörpertrainer oder eine Slackline Trainingsmöglichkeiten für Jugendliche, Erwachsene und Senioren bereitstellen. Diese Umgestaltung zu einer Art „Freiluftsporthalle“ soll die von vielen als unsicher empfundene Passage unter der Kastanienallee beleben.

Wege

Ein neuer, glatter Bodenbelag aus hellem Asphalt ersetzt die schadhaften Beläge. Der ebene, erschütterungsarme Belag ist bequem begehbar und für sämtliche Fortbewegungsarten mit oder auf Rollen gut nutzbar. Durch die Anpassung des Gefälles und den ebenen Bodenbelag gelten die Wege nach der Umgestaltung als barrierefrei. Sonderflächen wie Aufenthaltsbereiche und das Fontänenfeld werden durch ein farblich abgestimmtes Pflaster gekennzeichnet. Die Trampelpfade durch die Grünflächen an den Parkeingängen an der Elisabethen- und Hasenbergstraße werden durch neu befestigte Wege ersetzt.

Aufenthaltsplätze und Mobiliar

Sitzgelegenheiten mit und ohne Lehne an sonnigen und schattigen Plätzen des Parks bieten vielfältige Aufenthaltsmöglichkeiten. Reihen- und Einzelbänke begleiten die Parkwege und sind rund um das Fontänenfeld positioniert. Dort wird auch eine Sonderbank mit teilweise erweiterter Sitzfläche eingebaut. Auf dem Spielplatz entstehen durch Mauern mit Sitzauflagen, ein Holzdeck am Kleinkindbereich und Sitztreppen eine Vielzahl unterschiedlicher Aufenthaltsmöglichkeiten für die Begleitpersonen der Kinder.

Responsive Image

Rückblick: Meilensteine

  • 01.08.2017, Öffentliche Ortsbegehung zur Entwurfsplanung
  • 16.11.2017, Grundsatzbeschluss des Gemeinderates
  • 05.12.2017, Öffentliche Ortsbegehung zu den Spielflächen
  • 11.04.2018, Abstimmungsgespräch mit dem Jugendrat West
  • 17.07.2018, Bericht zum aktuellen Planungsstand im Bezirksbeirat West
  • Mai 2014, Auftaktveranstaltung zur Bürgerbeteiligung Elisabethenanlage 
  • Sommer 2014, verschiedene Aktionen des Eltern-Kind-Zentrums (EKiZ)
  • 2015, Arbeitsaufnahme Landschaftsarchitektin, Christiane Schwarz
  • Vom 10.03 bis 10.04.2015, „Kommunikationszäune"
  • 07.04.2015, Aktion "Elisabethen-Parcours", mit der Markierung von Lieblingsorten und Mängeln
  • 03.05.2015, Vorstellen des Ergebnisses in Informationsabend
  • 19.07.2016, Planungsworkshop zur Abstimmung der weiteren Planung

Aktueller Stand

Für die Modernisierung des Bolzplatzes an der Elisabethenanlage musste ein Bauantrag gestellt werden, zusammen mit einem Lärmgutachten, das die Lärmverträglichkeit der erneuerten Anlage nachweist. Zwischenzeitlich liegt die Baugenehmigung für den Bolzplatz durch das Regierungspräsidium vor.

Die Umgestaltungen beginnen im Frühjahr 2024. Die Baumaßnahmen werden voraussichtlich ein Jahr dauern. Am 09. Februar 2024 findet der Spatenstich statt. Hier finden Sie die Einladung.

Ende Januar 2023 mussten leider die Holzbrücke, die Kletterrampe und der Aussichtsturm bereits abgebaut werden. Der Grund dafür ist, dass die alten Spielgeräte nicht mehr ausreichend verkehrssicher waren. Das führte  zu Unverständnis bei einigen Nutzern. Aber es gibt durchaus Spielangebote in der Nähe, so in der Grünanlage des Olga-Areals. Hier können Kinder auf der SpielLandschaft „Olly“ klettern und am Wasserlauf spielen.

Projekte im Umfeld der Elisabethenanlage

Villa Elisa

In Erwartung einer möglichst zeitnahen Nachnutzung der Villa Elisa sollte die künftige Nutzung der Villa Elisa, wenn sie nicht mehr von der Schwabschule benötigt wird, mit den Bürger*innen diskutiert werden. Die im Raum stehenden langen Zeitläufe, bis die Villa Elisa frei wird, lassen eine Bürgerbeteiligung in absehbarer Zeit allerdings als nicht sinnvoll erscheinen.

Die Villa Elisa ist noch nicht Teil der Umgestaltungen im Frühjahr 2024.

Elisabethenstraße 26

Responsive Image

Die Elisabethenstraße 26 wurde von der Stadt Stuttgart von privat erworben. Die Stadt verfügt somit über einen größeren Spielraum bei der Entwicklung des Areals und bei der Gestaltung dieser für den Bismarckplatz so wichtigen Raumkante. Die Zuständigkeit liegt beim Liegenschaftsamt. Das Gebäude unterliegt nicht dem Denkmalschutz, eine Rekonstruktion der historischen Fassade wird dennoch geprüft. Es ist wahrscheinlich, dass das Gebäude abgerissen werden muss, da Brandschutz und Barrierefreiheit im Bestand nicht herzustellen sind.   Sobald die Rahmenbedingungen zum Schulareal klar sind, wird eine zukunftsfähige Lösung für das Gebäude entwickelt. Das Erdgeschoss wird derzeit als Lager für geförderte Kulturprojekte genutzt.